Großer Bär sucht umsichtiges Zuhause

Geboren ca. 2011

Unser Labbi Thyson ist ein ganz besonderer Hund.

Er findet bei uns ständig neue Liebhaber, hätte schon viele Male vermittelt werden können, doch leider bringt unser Dicker schon ein paar komplizierte Eigenheiten in sein neues Zuhause mit. Diese Eigenheiten führten auch dazu, dass er im Tierheim gelandet ist.

Viel zu dick war er, als er zu uns kam, nach hundert Metern Gassi ging ihm bereits die Puste aus und das erste Päuschen musste eingelegt werden. Eifrig drückte er sich dabei an unsere Füße, doch seine Vorgeschichte hielt uns anfangs vom eifrigen Knuddeln ab.

Gutes Essen in Maßen, viel Bewegung und Fürsorge haben aus dem unbeweglichen Dickerchen nun einen stattlichen Herren in den besten Jahren werden lassen und er erfreut uns unglaublich. Fröhlich trägt er seinen Gassigängern seine Decke entgegen, brummt wie ein Bär, sein Schwanz wedelt wie ein Hubschrauberrotor und endlich unterwegs ist die Welt für ihn kugelrund und es scheint selbst im größten Regenschauer die Sonne. Er ist ein wahrer Labbi, ein Kasperle vor dem Herrn, wälzt sich fröhlich im Gras, rutscht wie ein Frosch kopfüber ins Wasser, sitzt fröhlich auf dem Schoss seines Menschen und genießt jegliche Streicheleinheit. Fremde Hunde findet er meistens super, nur braune Labbis gehen ihm komischerweise gehörig auf den Geist. Von manchem Jungspund lässt er sich auf dem Kopf herumtanzen und gibt dann den coolen, weltmännischen Macho.

Doch wehe, der dicke Bär ist daheim angekommen, sein Mensch verabschiedet, der Bauch satt, dann möchte der gnädige Herr seine Ruhe und die vollkommen und unerbittlich. Notfalls fordert er diese Ruhe auch mit den Zähnen ein, was ein Zusammenleben im Haus mit ihm schon etwas erschwert.

Auch unser Dicker, Schöner braucht also einen Menschen, der sich viel, viel Zeit mit dem Kennenlernen nimmt, der Vertrauen aufbaut und sich nicht auf dem Kopf herumtanzen lässt, ihn mit strenger, aber ruhiger Stimme verwarnt, dann reicht auch irgendwann ein drohender Zeigefinger. Ein Haus mit viel Platz, einem eigenen Hundezimmer und Rückzugsort, in dem der Herr wirklich ungestört sein kann, ein Garten und viel, viel Hundeerfahrung wären schon dringend nötig für ihn. Bestimmt klappts dann auch irgendwann mit dem Zusammenleben im eigenen Reich.

 

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